Therapeutische Leitlinien

beta-REHA ist sozialrechtlich als „RPK-Einrichtung“ konzipiert und in diesen Kontext eingebunden. Das Angebot von beta-REHA richtet sich an Menschen nach psychischen Erkrankungen. Durch eine Verknüpfung von beruflichen und therapeutischen Hilfen wird die Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Dazu wurden die folgenden therapeutischen Leitlinien entwickelt:

1. Dezentrale und regionale Arbeitsweise
Eine wichtige Grundvoraussetzung für die Arbeitsweise von beta-REHA ist Vernetzung und Kooperation: wir arbeiten mit über 400 hannoverschen Betrieben, Firmen und Verwaltungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und beschützten Einrichtungen zusammen. Und mit jedem/r TeilnehmerIn kommen neue Praktikumsstellen hinzu!

2. Realitätsnähe
Realitätsnähe bedeutet für uns, so viel wie möglich mit realen Anforderungen zu arbeiten. Dazu lassen wir die Rehabilitation so weit wie möglich vor Ort im Betrieb stattfinden. Die TeilnehmerInnnen sollen ihre normale Alltagsstruktur weiterleben, ihre sozialen Kontakte weiterhin pflegen, weiterhin den behandelnden Arzt aufsuchen etc.

3. Ressourcenorientierung
beta-REHA orientiert sich an den Ressourcen der TeilnehmerInnen und knüpft an ihre Vorerfahrungen an. Unsere Frage lautet daher: Unter welchen Bedingungen zeigen sich ihre Fähigkeiten am besten? Um diese Frage zu beantworten, holen wir Rückmeldungen von den AnleiterInnen und KollegInnen in den Praktikumsbetrieben ein.

4. Personenzentrierte individuelle Rehabilitation und Förderung von Eigenverantwortung
Die Motivation der TeilnehmerInnen ist der "Motor" der Rehabilitationsmaßnahme: beta-REHA legt viel Wert auf die Eigenverantwortung der TeilnehmerInnen. Die TeilnehmerInnen sind stark an ihrer eigenen Maßnahmeplanung beteiligt, es gibt keinen festgelegten Stufenplan. Jede Maßnahme wird individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen und Voraussetzungen "maßgeschneidert".

5. Passgenaue Vermittlung
Mit dem Modell der „passgenauen Vermittlung“ werden  die während der Praktika gesammelten Erkenntnisse bzgl. günstigen und ungünstigen Arbeitsbedingungen, Arbeitsfähigkeiten und auch Schwächen in einem Bewerberprofil zusammengefasst. Die TeilnehmerInnen bereiten sich damit auf eine möglichst erfolgreiche Stellensuche vor. In vielen Fällen können sie bereits während der Praktika wertvolle Kontakte zu Betrieben knüpfen und sich durch ihre Arbeitsleistung empfehlen.